Wer nach den besten Affiliate Marketing Tools sucht, stößt schnell auf eine Flut von Empfehlungen. „Dieses Tool brauchst du unbedingt." „Ohne dieses Plugin geht nichts." „Investiere 200 Euro im Monat in Software, dann klappt es." Und plötzlich hast du das Gefühl, du müsstest erst ein kleines Vermögen ausgeben, bevor du überhaupt anfangen kannst.
Das ist Quatsch.
Die Wahrheit ist: Du brauchst am Anfang deutlich weniger Affiliate Marketing Tools, als dir die meisten Blogartikel weismachen wollen. Tatsächlich reichen eine Handvoll gut gewählter Werkzeuge völlig aus, um dein erstes Affiliate Business aufzubauen. Alles andere kommt später, wenn du es wirklich brauchst.
Mein Name ist Daniel. Ich betreibe click23.com und baue selbst gerade Schritt für Schritt mein Affiliate Business auf. Nicht als Theorie, sondern in der Praxis. Neben meinem Vollzeitjob. In diesem Artikel zeige ich dir, welche Affiliate Marketing Tools sich wirklich lohnen, was du kostenlos bekommst und wo du am Anfang bewusst sparen solltest.
Kein Verkaufsgespräch. Keine endlose Liste mit 50 Tools, die dich überfordert. Stattdessen ein ehrlicher Überblick, der dir hilft, sofort loszulegen.

Warum die meisten Tool Listen mehr schaden als helfen
Bevor wir in die konkreten Empfehlungen einsteigen, ein ehrliches Wort vorweg. Die meisten Artikel über Affiliate Marketing Tools sind selbst Affiliate Marketing. Klingt paradox, ist aber wahr. Die Autoren verdienen Provisionen, wenn du auf ihre Links klickst und ein Tool kaufst. Je mehr Tools sie empfehlen, desto mehr Provisionen können sie verdienen.
Deswegen findest du im Netz endlose Listen mit 20, 30 oder sogar 50 verschiedenen Werkzeugen. Das klingt umfassend, ist aber für Einsteiger fatal. Denn statt ins Handeln zu kommen, verbringst du Stunden damit, Tools zu vergleichen, kostenlose Testversionen auszuprobieren und dich in Details zu verlieren. Am Ende hast du fünf Accounts angelegt, aber keinen einzigen Blogartikel geschrieben.
Das ist das Gegenteil von dem, was du brauchst. Gerade als Angestellter, der neben dem Vollzeitjob startet, ist deine Zeit begrenzt. Jede Stunde, die du in Tool Recherche steckst, fehlt dir bei der eigentlichen Arbeit. Und die eigentliche Arbeit ist: Inhalte erstellen, die Menschen weiterhelfen.
Deshalb beschränke ich mich hier auf die Werkzeuge, die du tatsächlich brauchst. Geordnet nach Bereichen, mit konkreten Empfehlungen und ehrlichen Preisangaben.
Bereich 1: Deine Website als Fundament
Alles beginnt mit deiner eigenen Website. Sie ist dein Zuhause im Internet, dein Schaufenster, dein Vertriebskanal. Ohne eigene Website bist du abhängig von Social Media Plattformen, die ihre Regeln jederzeit ändern können. Mit einer eigenen Website gehört dir alles, was du aufbaust.
WordPress ist hier die klare Empfehlung. Nicht WordPress.com (die gehostete Version), sondern WordPress.org (die selbst gehostete Variante). Etwa 43% aller Websites weltweit laufen mit WordPress, und das aus gutem Grund. Es ist flexibel, erweiterbar und du hast die volle Kontrolle. Die Software selbst ist kostenlos.
Was du dafür brauchst, ist Webhosting. Das sind die Server, auf denen deine Website läuft. Gute Anbieter gibt es bereits ab 3 bis 8 Euro pro Monat. Achte dabei auf schnelle Ladezeiten, SSL Zertifikat (das kleine Schloss neben der URL) und einen deutschsprachigen Support, falls etwas haken sollte.
Dazu kommt ein Theme, also das Design deiner Website. Hier gibt es kostenlose und kostenpflichtige Varianten. Premium Themes wie Divi, Astra oder GeneratePress bieten mehr Gestaltungsmöglichkeiten und kosten einmalig zwischen 50 und 90 Euro pro Jahr. Für den Start reicht allerdings auch ein gutes kostenloses Theme.
Deine monatlichen Kosten für die Website: ca. 5 bis 10 Euro.
Das war's. Kein Grund, hunderte Euro auszugeben, bevor du überhaupt deinen ersten Artikel veröffentlicht hast. Falls du noch tiefer in den Einstieg einsteigen willst, habe ich in meinem Artikel über Affiliate Marketing für Anfänger die Grundlagen ausführlich erklärt.
Bereich 2: Suchmaschinenoptimierung ohne teure Software
SEO, also Suchmaschinenoptimierung, entscheidet darüber, ob deine Artikel bei Google gefunden werden oder im Nirwana verschwinden. Die gute Nachricht: Die wichtigsten Affiliate Marketing Tools für SEO sind komplett kostenlos.
Yoast SEO oder RankMath sind WordPress Plugins, die dir direkt beim Schreiben anzeigen, wie gut dein Artikel für Suchmaschinen optimiert ist. Sie prüfen, ob dein Fokus Keyword oft genug vorkommt, ob dein Text lang genug ist und ob deine Überschriften sinnvoll strukturiert sind. Beide Plugins gibt es in einer kostenlosen Version, die für Einsteiger absolut ausreicht.
Google Search Console ist ein weiteres unverzichtbares Werkzeug, direkt von Google. Du siehst damit, für welche Suchbegriffe deine Artikel angezeigt werden, wie oft sie angeklickt werden und ob es technische Probleme auf deiner Seite gibt. Komplett kostenlos, komplett unverzichtbar.
Google Analytics zeigt dir, wie viele Besucher auf deine Seite kommen, woher sie kommen und welche Artikel am besten funktionieren. Auch dieses Tool ist kostenlos. Die Einrichtung dauert etwa 15 Minuten und lohnt sich von Tag eins an.
Was du dagegen nicht brauchst am Anfang: teure SEO Suiten wie Ahrefs, Semrush oder Sistrix. Ja, das sind mächtige Werkzeuge. Allerdings kosten sie zwischen 100 und 400 Euro pro Monat. Solche Investitionen machen Sinn, wenn du bereits regelmäßig Traffic bekommst und deine Strategie verfeinern willst. Am Anfang reichen die kostenlosen Tools vollkommen aus.
Deine monatlichen Kosten für SEO: 0 Euro.
Bereich 3: E-Mail Marketing als dein wertvollstes Werkzeug
Wenn ich mich für ein einziges Tool entscheiden müsste, wäre es mein E-Mail Marketing System. Warum? Weil deine E-Mail Liste dir gehört. Facebook kann deinen Account sperren. Google kann deinen Algorithmus ändern. Aber deine E-Mail Abonnenten bleiben dir erhalten.
E-Mail Marketing ist der Kanal, über den die meisten erfolgreichen Affiliate Marketer den Großteil ihrer Einnahmen erzielen. Nicht über Blog Traffic, nicht über Social Media, sondern über persönliche E-Mails an Menschen, die dir vertrauen. Genau deshalb ist der Aufbau einer E-Mail Liste das Wichtigste, was du neben dem Schreiben von Artikeln tun kannst.
Brevo (ehemals Sendinblue) ist meine persönliche Empfehlung für den Einstieg. Der kostenlose Tarif erlaubt dir bis zu 300 E-Mails pro Tag und unbegrenzt viele Kontakte. Du bekommst einen Drag and Drop Editor für deine E-Mails, Automatisierungen (also automatische E-Mail Serien, die an neue Abonnenten geschickt werden) und Anmeldeformulare für deine Website. Für den Start ist das mehr als genug.
Alternativen wie MailerLite oder GetResponse bieten ähnliche kostenlose Einstiegstarife. Alle drei sind solide Affiliate Marketing Tools, die dich bis zu mehreren hundert Kontakten kostenlos begleiten.
Was du bei E-Mail Marketing Tools beachten solltest: Achte darauf, dass der Anbieter Server in der EU hat oder zumindest DSGVO konform arbeitet. Als deutsches Unternehmen musst du den Datenschutz ernst nehmen. Brevo hat seinen Sitz in Frankreich und erfüllt diese Anforderung.
Deine monatlichen Kosten für E-Mail Marketing: 0 Euro (bis du die Gratislimits erreichst).
Wenn du wissen willst, wie du den Aufbau deiner E-Mail Liste mit deinem Affiliate Business verbindest, schau dir meinen Artikel zum Thema Nebeneinkommen aufbauen mit 40 an. Dort erkläre ich die Strategie dahinter.
Bereich 4: Content und Design ohne Designstudium
Gute Inhalte brauchen gelegentlich auch gute Optik. Blog Grafiken, Social Media Posts, E-Book Cover, Infografiken... all das kannst du ohne Designer und ohne Photoshop erstellen.
Canva ist dafür das mit Abstand beste Tool. Die kostenlose Version bietet tausende Vorlagen, Icons, Schriften und Stockfotos. Du brauchst keinerlei Designerfahrung, um damit professionell aussehende Grafiken zu erstellen. Ziehen, ablegen, anpassen, fertig.
Für Blogbilder reicht die kostenlose Canva Version locker aus. Erst wenn du regelmäßig eigene Markenvorlagen brauchst oder im Team arbeitest, lohnt sich das Upgrade auf Canva Pro (etwa 12 Euro pro Monat). Wie du damit Schritt für Schritt deine ersten Blog-Grafiken, Pins und sogar ein E-Book-Cover baust, zeige ich dir im Beitrag Canva fürs Affiliate Marketing.
Kostenlose Stockfoto Quellen wie Unsplash, Pexels oder Pixabay liefern dir hochwertige Bilder, die du kostenlos und kommerziell verwenden darfst. Achte trotzdem darauf, die Lizenzbedingungen zu prüfen, bevor du Bilder herunterlädst.
Für die Bildkomprimierung empfehle ich Squoosh.app. Große Bilddateien machen deine Website langsam, und Ladezeit ist ein echter SEO Faktor. Squoosh komprimiert deine Bilder kostenlos direkt im Browser, ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
Deine monatlichen Kosten für Content und Design: 0 Euro.

Bereich 5: Affiliate Netzwerke und Partnerprogramme
Ohne Affiliate Netzwerk keine Provisionen. Hier meldest du dich als Partner an, bekommst deine persönlichen Tracking Links und verdienst Geld, wenn jemand über deinen Link ein Produkt kauft.
In Deutschland sind zwei Plattformen besonders relevant für Einsteiger.
Digistore24 ist die größte deutsche Plattform für digitale Produkte. Du findest dort Onlinekurse, E-Books, Software und Coaching Programme aus hunderten Nischen. Die Anmeldung ist kostenlos, die Provisionen liegen typischerweise zwischen 25% und 50% des Verkaufspreises. Für digitale Produkte sind solche Sätze normal, weil keine physischen Herstellungskosten anfallen.
CopeCart funktioniert ähnlich und bietet ebenfalls digitale Produkte im deutschsprachigen Raum an. Die Plattform wächst stetig und ergänzt das Angebot von Digistore24 gut.
International ist Amazon PartnerNet der bekannteste Einstieg. Die Provisionen sind hier deutlich niedriger (oft nur 1 bis 4%), dafür kaufen viele Menschen regelmäßig bei Amazon. Das Vertrauen der Käufer in die Plattform ist ein echter Vorteil.
Mein Tipp: Starte mit einem Netzwerk und einem Produkt, das wirklich zu deiner Zielgruppe passt. Versuche nicht, fünf verschiedene Programme gleichzeitig zu bewerben. Fokus schlägt Vielfalt, besonders am Anfang.
Deine monatlichen Kosten für Affiliate Netzwerke: 0 Euro.
Falls du dich fragst, welche Methode zum Geld verdienen sich wirklich lohnt und warum Affiliate Marketing besonders gut zu Angestellten passt, empfehle ich dir meinen Artikel Online Geld verdienen seriös.
Bereich 6: Tracking und Analyse
Du musst wissen, was funktioniert und was nicht. Ohne Zahlen fliegst du blind. Deswegen gehört ein sauberes Tracking zu den Affiliate Marketing Tools, die von Anfang an dazugehören.
Google Analytics habe ich oben bereits erwähnt. Es zeigt dir alles über deine Besucher: wie viele kommen, woher, wie lange sie bleiben, welche Artikel sie lesen. Das ist deine Basis.
Pretty Links ist ein WordPress Plugin, mit dem du deine Affiliate Links kürzen und verwalten kannst. Statt einer langen, kryptischen URL wie digistore24.com/redir/12345/meinname bekommst du saubere Links wie click23.com/empfehlung/produkt. Das sieht professioneller aus und lässt sich besser in Artikeln platzieren. Dazu zeigt dir Pretty Links, wie oft jeder Link angeklickt wurde. Die Basisversion ist kostenlos.
Die Tracking Dashboards der Affiliate Netzwerke selbst bieten ebenfalls wertvolle Daten. Digistore24 und CopeCart zeigen dir genau, welche Links zu Verkäufen geführt haben, wie hoch deine Provisionen sind und wann die Auszahlung kommt.
Was du hier nicht brauchst am Anfang: Teure Heatmap Tools, A/B Testing Software oder aufwendige Conversion Tracking Systeme. Das kommt alles später, wenn du genug Traffic hast, um statistisch sinnvolle Tests durchzuführen.
Deine monatlichen Kosten für Tracking: 0 Euro.
Die ehrliche Kostenrechnung: Was Affiliate Marketing Tools wirklich kosten
Jetzt kommt der Teil, der dich vielleicht überrascht. Lass uns zusammenrechnen, was du für den Start tatsächlich ausgeben musst.
Website mit Hosting: 5 bis 10 Euro pro Monat. SEO Tools: 0 Euro. E-Mail Marketing: 0 Euro. Content und Design: 0 Euro. Affiliate Netzwerke: 0 Euro. Tracking und Analyse: 0 Euro.
Gesamtkosten: ca. 5 bis 10 Euro pro Monat.
Das ist weniger als ein Netflix Abo. Und damit hast du alles, was du brauchst, um dein Affiliate Business aufzubauen. Natürlich kannst du später in Premium Themes, bessere E-Mail Tarife oder SEO Suiten investieren. Allerdings erst, wenn dein Business anfängt, Geld zu verdienen. Vorher ist es schlauer, das Budget in deine Zeit und deine Inhalte zu investieren.
Genau das unterscheidet Affiliate Marketing von den meisten anderen Geschäftsmodellen. Du brauchst kein Lager, keine Mitarbeiter, keine teure Ausrüstung. Was du brauchst, sind gute Inhalte und Geduld. Beides kostenlos, aber wertvoll.
Die drei häufigsten Fehler bei der Tool Auswahl
Trotzdem sehe ich immer wieder, wie Einsteiger in die gleichen Fallen tappen. Hier die drei häufigsten Fehler, damit du sie vermeiden kannst.
Fehler 1: Zu viele Tools gleichzeitig. Du meldest dich bei sechs verschiedenen Plattformen an, testest drei E-Mail Marketing Anbieter parallel und installierst 20 WordPress Plugins. Das Ergebnis: Chaos, Überforderung und kein einziger veröffentlichter Artikel. Stattdessen gilt: Wähle pro Bereich ein Tool und arbeite damit. Wechseln kannst du später immer noch.
Fehler 2: Teure Tools kaufen, bevor du sie brauchst. Ein Semrush Abo für 130 Euro im Monat bringt dir nichts, wenn du erst drei Blogartikel hast. Diese Tools entfalten ihre Stärke erst ab einer gewissen Datenmenge. Investiere dein Geld stattdessen in guten Content oder, wenn du schneller wachsen willst, in gezielte Werbeanzeigen.
Fehler 3: Tools als Ausrede nutzen. „Ich starte, sobald ich das perfekte Theme gefunden habe." „Ich warte noch, bis ich mich für den richtigen E-Mail Anbieter entschieden habe." Das ist Prokrastination in Verkleidung. Die Wahrheit ist: Du wirst nie das perfekte Setup haben. Starte mit dem, was du hast, und optimiere unterwegs.
Der wichtigste Grundsatz: Kein Tool der Welt ersetzt den ersten Schritt. Und der erste Schritt ist immer der gleiche: Anfangen.
Meine persönliche Tool Empfehlung für den Start
Wenn du mich fragst, welche Affiliate Marketing Tools ich dir für den absoluten Einstieg empfehle, ist die Antwort kurz und klar.
WordPress mit einem soliden Hosting für deine Website. Yoast SEO oder RankMath für die Suchmaschinenoptimierung direkt im Artikel. Google Search Console und Google Analytics für die Daten, die du brauchst. Brevo für dein E-Mail Marketing und den Aufbau deiner Liste. Canva für alle Grafiken, die dein Blog braucht. Digistore24 als dein erstes Affiliate Netzwerk.
Sechs Werkzeuge. Davon kosten fünf keinen Cent. Mit diesem Setup kannst du Blogartikel schreiben, sie für Google optimieren, Besucher in E-Mail Abonnenten verwandeln und Affiliate Produkte empfehlen.
Alles andere ist optional. Nicht unwichtig, aber optional. Und genau dieses Mindset macht den Unterschied zwischen Menschen, die ewig planen, und Menschen, die ins Handeln kommen.

Dein nächster Schritt
Du kennst jetzt die Affiliate Marketing Tools, die du wirklich brauchst. Keine endlose Liste, keine überteuerten Empfehlungen, kein Technik Overkill. Sechs Werkzeuge, fast alle kostenlos, und du bist startklar.
Was dir jetzt noch fehlt, ist ein konkreter Fahrplan. Nicht einfach „irgendwie anfangen", sondern eine klare Schritt für Schritt Anleitung, die dir zeigt, wie du dein Affiliate Business aufbaust. Von der Nische über die ersten Inhalte bis zu deinen ersten Einnahmen.
Genau dafür habe ich den kostenlosen Affiliate Marketing Masterplan geschrieben. Kein Schnickschnack, nur das, was funktioniert. Du bekommst ihn sofort per E-Mail.
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Wenn du das Hamsterrad endlich hinter dir lassen willst, dann ist der Masterplan dein erster Schritt. Nicht morgen. Heute.



